Anti-Piracy Alliance fordert eine „Staydown“-Anforderung im EU-Gesetz für digitale Dienste

Anti-Piracy Alliance fordert eine „Staydown“-Anforderung im EU-Gesetz für digitale Dienste

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In den letzten Jahren hat die Europäische Kommission verschiedene Gesetzesänderungen vorgeschlagen und verabschiedet, um die Online-Piraterie zu bekämpfen.

Dazu gehören die 2019 verabschiedete Urheberrechtsrichtlinie sowie das im vergangenen Dezember offiziell vorgestellte Gesetz über digitale Dienste.

Diese Änderungen wurden von großen Urheberrechtsinhabern vorangetrieben, die seit langem eine strengere Durchsetzung von Raubkopien im Internet fordern. Gleichzeitig sind Digital Rights Groups und einige Rechtsexperten besorgt, dass die Grundrechte durch verstärkte Filterung gefährdet werden.

„Behebung“ des Gesetzes über digitale Dienste

Wenn es um den Vorschlag zum Digital Services Act (DSA) geht, ist keine "Seite" vollständig zufrieden. Die neuen Vorschriften verbessern den Takedown-Prozess und werden sich mit „wiederholten Rechtsverletzern“ befassen. Es gibt jedoch keine „Staydown“-Anforderungen, die auf der Wunschliste der Urheberrechtsinhaber vorrangig waren.

In den letzten Monaten haben verschiedene Interessenträger ihre Ansichten dem IMCO-Ausschuss des Europäischen Parlaments vorgelegt und um Anpassungen und Änderungen des Vorschlags gebeten. Dazu gehört die Audiovisual Anti-Piracy Alliance ( AAPA ), zu deren Mitgliedern Sky, BT, die Premier League, LaLiga, Discovery, Wiley und Ziggo gehören.

Das Verknüpfungsproblem

Die AAPA listet mehrere konkrete Änderungen auf, die den Umgang mit Online-Piraterie erleichtern sollen. Dazu gehört die Klarstellung, dass Plattformen zum Teilen von Online-Inhalten nicht nur gegen rechtsverletzende Inhalte vorgehen sollten, die auf ihren eigenen Servern gespeichert sind. Sie sollten auch Links zu rechtsverletzenden Inhalten entfernen, die an anderer Stelle gespeichert sind.

„Eines der Hauptprobleme bei den Online-Content-Sharing-Plattformen sind nicht nur die illegalen Inhalte, die auf ihrer Plattform gespeichert sind, sondern vielmehr das auf ihrer Plattform veröffentlichte Material, das Benutzer zu anderen Orten führt, die illegale Inhalte anbieten“, schreibt AAPA.

Diese Erweiterung bedeutet effektiv, dass Online-Dienste gegen Dinge wie Piraterie-Tutorials oder Links in Kommentaren vorgehen müssen, die auf Piratenseiten verweisen.

Unten bleiben

Erwartungsgemäß fordert auch die AAPA eine Staydown-Anforderung. Der ursprüngliche Entwurf des DSA erfordert keine Onlinedienste, um sicherzustellen, dass Inhalte nach dem Entfernen offline bleiben. Die Anti-Piraterie-Allianz sieht dies jedoch als Notwendigkeit.

„Um die Verbreitung illegaler Produkte und Dienste in Vermittlungsdiensten effektiv und sinnvoll zu bekämpfen, müssen von diesen Diensten Maßnahmen ergriffen werden, um zu verhindern, dass illegale Inhalte nach der Entfernung wieder auftauchen“, stellt die AAPA fest.

Dieser Takedown- und Staydown-Ansatz hat für viele Rechteinhabergruppen Priorität. Sie glauben, dass die derzeitigen Deaktivierungssysteme ineffektiv sind, da die gleichen Inhalte innerhalb von Minuten an anderer Stelle wieder auftauchen können.

Kündigung von Wiederholungsverletzer-Konten

Die Anti-Piraterie-Allianz sieht auch Raum für eine Verbesserung der „Wiederholungsverletzer“-Sprache in der DSA. Der aktuelle Text erfordert, dass Dienste Konten von hartnäckigen Piraten sperren, aber es kann noch mehr getan werden.

Die AAPA schlägt vor, die Konten von wiederholten Urheberrechtsverletzern zu kündigen. Darüber hinaus sollten Unternehmen sicherstellen, dass diese Personen diese Maßnahmen nicht einfach durch die Registrierung eines neuen Kontos umgehen können.

„Im Falle einer wiederholten Aussetzung müssen Anbieter von Hosting-Diensten die Bereitstellung ihrer Dienste einstellen und Mechanismen einführen, die die erneute Registrierung von Empfängern von Diensten verhindern, die häufig illegale Inhalte bereitstellen oder deren Verbreitung erleichtern“, heißt es in der vorgeschlagenen Änderung.

Zum Verdienst der AAPA schlägt die Allianz auch strengere Maßnahmen gegen Takedown-Missbrauch vor. Auch Organisationen und Benutzern, die wiederholt offensichtlich unbegründete Deaktivierungsanträge stellen, sollten ihre Konten gekündigt werden, so die Gruppe.

Eine vollständige Übersicht der Empfehlungen findet sich auf der Website der AAPA, auf der sie diese Woche veröffentlicht wurden .

via Torrentfreak • CC BY-NC 3.0 license

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