Xtream-Codes IPTV-System für massive Polizeieinsätze (aktualisiert)

Xtream-Codes IPTV-System für massive Polizeieinsätze (aktualisiert)

Es wird regelmäßig über rechtliche Schritte und Strafverfolgungsmaßnahmen gegen IPTV-Dienste und -Anbieter berichtet. Besonders interessant sind jedoch die Nachrichten, die heute Morgen aus Italien kommen.

Nach Angaben der Guardia di Finanza (GdF), einer Strafverfolgungsbehörde unter der Aufsicht des Ministers für Wirtschaft und Finanzen, ist derzeit eine große Operation im Gange, um den als Xtream Codes bekannten Softwaredienst abzuzielen und zu demontieren.

Was den Fall ungewöhnlich macht, ist, dass Xtream Codes kein IPTV-Anbieter als solcher ist. Das Unternehmen, das in der Regel von Xtream-codes.com aus operiert , bietet ein umfassendes Paket, mit dem die Kunden ihren eigenen IPTV-Wiederverkaufsservice verwalten können.

Das System ist abonnementbasiert und kostet ab etwa 15 Euro pro Monat bis zu 59 Euro pro Monat für die leistungsstarke „All-in-One“ -Lösung.

Die Guardia di Finanza teilt mit, dass 100 Beamte der Sondereinheit zum Schutz der Privatsphäre und des technologischen Betrugs (NSPFT) an der Operation zur Abschaltung der Xtream-Codes beteiligt sind.

Frühe Berichte deuten darauf hin, dass das System „beschlagnahmt“ wurde und angeblich 700.000 Benutzer am Zugriff auf die Plattform gehindert wurden. Xtream Codes selbst hat kürzlich gemeldet, dass mehr als 5.000 Kunden mehr als 50.000.000 Endkunden betreuen.

Die italienische Polizeieinheit beschreibt Xtream Codes als eine internationale kriminelle Gruppe, die nicht nur in Italien, sondern auch in den Niederlanden, Frankreich, Deutschland, Griechenland und Bulgarien durchsucht wird.

Xtream Codes ist als Unternehmen in Bulgarien registriert, hat eine lokale Umsatzsteuer-Identifikationsnummer und führt eine Adresse in Petrich für seine Büros auf. Laut seiner inzwischen verschwundenen Website wurde es von zwei Studenten gegründet. Die Polizei gibt an, dass 25 „Manager“ identifiziert wurden, von Festnahmen jedoch keine Rede ist.

Einige IPTV-Verkäufer, die das Xtream Codes-System verwenden, melden bereits Störungen. Die italienischen Behörden werden heute Morgen weitere Informationen über die Operation bereitstellen, sodass wir diesen Artikel aktualisieren, sobald weitere Nachrichten eingehen.

Update1: Im Folgenden ist ein von der GdF zur Verfügung gestelltes Video zum oben beschriebenen Vorgang eingebettet. Dies kann zu Verwirrung führen, da die Darstellung eines IPTV-Anbieters, der anscheinend ein "Pirat" ist, gestrichen wird. (siehe zusätzliches Update unter Video)

Update2: Laut einer Ankündigung der EU-Agentur Eurojust ist die Aktion umfassender als nur die Ausrichtung auf Xtream-Codes.

"Ein von Eurojust in Den Haag koordinierter Aktionstag in mehreren Ländern führte zum Abbau eines internationalen kriminellen Netzwerks, das mit Pay-TV massiven Betrug begangen hat. Das zeigt, dass die organisierte Kriminalität ihre illegalen Aktivitäten auf Verstöße gegen das audiovisuelle Urheberrecht in großem Umfang ausweitet", heißt es in der Erklärung liest.

„Der durch die kriminelle Bande verursachte Schaden beläuft sich auf rund 6,5 Millionen Euro, was die Existenz vieler legaler Pay-TV-Anbieter auf dem Markt gefährdet. In Deutschland, Frankreich und den Niederlanden wurden mehr als 200 Server offline geschaltet, und über 150 PayPal-Konten der Kriminellen wurden gesperrt. “

Update3 : Zougla.gr hat ein Diagramm mit Details zu den Zielgruppen und der Infrastruktur erhalten

via Torrentfreak • CC BY-NC 3.0 license

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.