Die Zukunft der Zahlungssicherheit: Digitale Identitäten und ethischere künstliche Intelligenz

Die Zukunft der Zahlungssicherheit: Digitale Identitäten und ethischere künstliche Intelligenz

Während des Ausnahmezustands und allgemein durch die einschränkenden Maßnahmen, die wegen der Coronavirus-Pandemie eingeführt wurden, hat das Internet-Shopping um 50 % bis 300 % zugenommen, je nachdem, um welchen Teil der Welt es sich handelt. Im Juni des letzten Jahres haben Webseiten im Einzelhandel in einem Zeitraum von nur wenigen Monaten fast 6 Millionen Besuche mehr verzeichnet, das heißt im Vergleich zum Januar desselben Jahres – von 16,07 auf 22 Millionen Besuche. Auch nachdem der Lockdown aufgehoben wurde, der in den meisten Ländern den Sommer 2020 über verhängt wurde, ist der Anstieg bei den meisten Händlern erhalten geblieben, bei einigen sogar um etwa 100 % im Vergleich zum gleichen Zeitraum im Vorjahr.

Die Pandemie hat den digitalen Wandel und auch die Akzeptanz innovativer Zahlungsmethoden vorangebracht, aber auch Auswirkungen auf den dramatischen Anstieg des Online-Betrugs gehabt. Die Zahl der weltweiten Phishing-Angriffe hat um bis zu 400 % zugenommen. Da die Cybersicherheit aufgrund der durch die Pandemie verursachten Krise für Unternehmen rund um die Welt zu einem sehr wichtigen Thema wird, hat das Unternehmen Visa Prognosen zur Entwicklung der Zahlungssicherheit in den nächsten 10 Jahren vorgestellt. Das Ziel dabei ist, es den Verbrauchern leichter zu machen, diesen Wandel zu akzeptieren und sich an die Trends zu gewöhnen, und den Einzelhändlern zu ermöglichen, sich auf sowohl die Herausforderungen als auch die neuen Geschäftsmöglichkeiten vorzubereiten.

Biometrische Daten werden Passwörter ersetzen

Passwörter und Einmalcodes, die traditionell als Identifizierungslösungen bei der Bezahlung online verwendet werden, wurden natürlich zum Hauptziel von Cyberangriffen. Eine Lösung für Verbraucher besteht in sichereren Authentifizierungsmethoden, wie die Gesichtserkennung oder die Erkennung des Fingerabdrucks oder der Stimme. Die Vorgaben der Europäischen Union weisen auf mehrere Ebenen der Kundenüberprüfung bei digitalen Transaktionen hin. Alles deutet darauf hin, dass Biometrie als innovativer Authentifizierungsansatz der Standard bei vielen Finanzinstituten und Unternehmen in Europa wie auch den USA zum Standard werden wird.

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Jährlich werden bereits jetzt schon 770 Millionen Anwendungen für die biometrische Authentifizierung heruntergeladen und die modernsten darunter ermöglichen die Identifizierung eines dreidimensionalen Gesichtsmodells, eine Erkennung der Anordnung der Venen, die Analyse der DNA-Struktur und die Erkennung von Gerüchen und spezifischen chemischen Hauteigenschaften einer Person.

Die wichtige Rolle künstlicher Intelligenz

Chatbots, empfohlene Produkte, Internet-Browser, Sicherheitsplattformen – wir sind von künstlicher Intelligenz umgeben. Es wird erwartet, dass KI weiterhin zu neuen Produkten und Zahlungsdienstleistungen führen und deutliche Auswirkungen auf die Gesellschaft haben wird. Diese Prognose wird aber von einer Warnung im Hinblick auf den möglichen Missbrauch intelligenter Maschinen begleitet.

Die größte Herausforderung für Branchen, die KI nutzen, wird darin bestehen, mehr Verantwortungsbewusstsein von den Autoren der Algorithmen einzufordern, damit intelligente Maschinen hergestellt werden, die ethisch angemessene Entscheidungen treffen können.

Das schwächste Glied in der Datenschutzkette – der Mensch

Cyberkriminelle, die mit der Technik des Social Engineering angreifen, werden auch weiterhin die Verwundbarkeit der Verbraucher ausnutzen und ihre Emotionen manipulieren, um vertrauliche Informationen herauszufinden.

Einer von Kaspersky veröffentlichten Analyse zufolge zielen Hacker beim Datendiebstahl am häufigsten auf Facebook und WhatsApp ab. Zwischen April und September gab es auf Facebook ganze 4,5 Millionen Phishing-Versuche und etwa 3,7 Millionen auf WhatsApp. Solchen direkten Angriffen ausgesetzt zu sein wird auch weiterhin der schwächste Punkt beim Schutz sensibler Daten sein.

Einführung modernerer Schutzsysteme

Gerade aus dem oben genannten Grund werden Einzelhändler gute Beweggründe haben, noch modernere Schutzsysteme einzuführen, damit ihre Kunden sorgenfrei einkaufen können. Eine große Anzahl kleiner und mittelständischer Unternehmen wird in den kommenden Jahren Änderungen an ihren Geschäftsmethoden vornehmen und innovative Methoden und Technologien einführen, um die Kundendaten zu schützen. Und nicht nur E-Commerce-Seiten, sondern auch Online-Wettanbieter müssen überlegen, wie sie die Daten ihrer Kunden sicher aufbewahren – besonders heutzutage, da Wettfreunde ihre Wetten meist online abgeben und Geld per Kreditkarte oder über eine digitale Zahlungsplattform einzahlen und auszahlen. Diese Plattformen stehen qualitätstechnisch miteinander im Wettbewerb und haben ihren Platz auf den Ranglisten spezialisierter Websites, die Wettanbieter anhand der Verfügbarkeit von Zahlungsmethoden bewerten, sodass es die besten PayPal- Wettanbieter, die besten Payeer-Wettanbieter, die besten Visa-Buchmacher und so weiter gibt.

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Wo er gerade erwähnt wird: Der weltweite Marktführer für digitale Zahlungen, Visa, hat vor kurzem ein Programm namens Visa Secure eingeführt, mit dem Händler ihre Kunden noch besser vor Datenmissbrauch schützen können. Es handelt sich dabei um ein Authentifizierungssystem, das Transaktionen in Echtzeit auswertet, sodass die zusätzliche Verifizierung des Karteninhabers selten notwendig ist. Im Falle dessen, dass etwas verdächtig ist, wie beispielsweise bei der Verwendung eines neuen Geräts oder bei einer ungewöhnlich hohen Ausgabe, kann eine zusätzliche Verifizierung zur Bestätigung der Identität durchgeführt werden. Das Online-Shopping wird so noch sicherer, weil das Programm sicherstellt, dass die Transaktion vom echten, tatsächlichen Besitzer der Visa-Karte durchgeführt wurde.

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