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Präventive Sperrverfügungen helfen Griechenland bei der Bekämpfung von Sport-Streaming-Piraterie

Griechenland-Flagge

Das Blockieren von Piratenseiten war vor zehn Jahren ein Novum, aber heute ist es in vielen Ländern gängige Praxis. Dies gilt auch für Griechenland, wo 2018 die ersten Domains ins Visier genommen wurden.

Diese Sperrungsanträge werden von der EDPPI verwaltet, einer Sonderkommission des griechischen Ministeriums für Kultur und Sport, die auf Beschwerden von Rechteinhabern reagiert.

Das griechische System unterscheidet sich von dem vieler anderer Länder, da es keine gerichtliche Aufsicht beinhaltet. Es handelt sich um ein Verwaltungsverfahren, das es Urheberrechtsinhabern ermöglicht, schnell die Sperrung von Raubkopien zu beantragen, ohne dass langwierige und kostspielige Gerichtsverfahren erforderlich sind.

Seit dem Start des Programms haben Urheberrechtsinhaber 46 Sperranträge eingereicht, die auf Hunderte von Domainnamen abzielen. Dazu gehören lokale Piratenportale, aber auch Mainstream-Sites wie The Pirate Bay, 1337x und YTS.

Neue präventive Blockaden

Im Rahmen des regulären Verfahrens wurden bisher insgesamt 485 Domainnamen gesperrt. Mit Hilfe einer Änderung des griechischen Urheberrechtsgesetzes ist es nun jedoch möglich, auch die Sperrung von „Live“-Piraterie-Streams zu beantragen.

Die Änderung räumt EDPPI die Befugnis ein, präventive Live-Sperranordnungen gegen Domainnamen und IP-Adressen zu erlassen, die Zugang zu Live-Übertragungen, wie z. B. Sportveranstaltungen, gewähren.

Diese Bestellungen werden mindestens 24 Stunden vor Beginn einer Live-Übertragung an lokale ISPs gesendet. Diese Anbieter müssen dann schnell handeln und für jeden Tag, an dem sie sich nicht daran halten, ein Bußgeld riskieren.

Diese neue Novelle wurde vor einigen Monaten verabschiedet und hat bereits zu einer Vielzahl von Beschwerden geführt. Rechteinhaber prominenter Sportveranstaltungen wie Champions League, Premier League, MotoGP, Formel 1, ATP und NBA.

Insgesamt hat EDDPI 21 Live-Blocking-Entscheidungen erlassen und griechische ISPs angewiesen, mindestens 362 Domainnamen und 185 IP-Adressen zu blockieren. Diese sind meist mit Streaming-Portalen oder nicht autorisierten IPTV-Diensten verknüpft.

Rechtliche Möglichkeiten

Besucher, die versuchen, auf einen der blockierten Domainnamen zuzugreifen, werden jetzt auf eine benutzerdefinierte Zielseite umgeleitet, die sie darüber informiert, dass sie von EDDPI blockiert wurden. Gleichzeitig werden die Besucher ermutigt, sich nach legalen Alternativen umzusehen.

Sperrnachricht (automatisch übersetzt)

Die rechtlichen Möglichkeiten sind auf der Website „ Enjoy Legal “ verfügbar. Dies ist Teil der Agorateka-Initiative des EU-Amts für geistiges Eigentum, die alle zugelassenen digitalen Unterhaltungsmöglichkeiten in Europa verfolgt.

Diese und andere Anti-Piraterie-Bemühungen wurden diese Woche auch dem US-Handelsbeauftragten mitgeteilt. Nach Angaben der Hellenic Copyright Organization wurde die Landingpage seit ihrem Start am 13. Dezember 2021 mehr als 300.000 Mal aufgerufen.

„Seitdem und bis zum 11. Februar 2022 wurde es mehr als 330.000 Mal angezeigt und erreichte fast 100.000 Nutzer. Bemerkenswert ist, dass die tatsächliche Zahl der Sperrungen weitaus größer ist, da die Sperrseite nicht in allen Fällen angezeigt wird“, schreibt die Copyright Organization.

Ob die präventiven Blockierungsbemühungen bei der langfristigen Eindämmung der Live-Streaming-Piraterie wirksam sein werden, ist noch abzuwarten, aber bisher sind die Rechteinhaber und die griechischen Behörden mit den erzielten Fortschritten zufrieden.

via Torrentfreak • CC BY-NC 3.0 license

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