'Copyright Troll' reicht in einem halben Jahr über 1.000 Pirateriestreitigkeiten ein

'Copyright Troll' reicht in einem halben Jahr über 1.000 Pirateriestreitigkeiten ein

Während die meisten Piraterie-Aktivitäten in den letzten Jahren auf Streaming übergegangen sind, sind die US-Gerichte immer noch mit Klagen im Zusammenhang mit BitTorrent überlastet.

Dieses Phänomen, das oft als Copyright-Trolling bezeichnet wird, begann vor ungefähr einem Jahrzehnt und dauert noch an.

Der Prozess ist ziemlich einfach. Rechteinhaber reichen Beschwerden gegen „John Does“ ein, die zunächst nur über eine IP-Adresse bekannt sind. Sie fordern dann eine Vorladung an, um die Teilnehmerdaten von dem zugeordneten ISP zu erhalten, die dann verwendet werden, um eine Abrechnung anzufordern.

Dieses "Einnahmen" -Modell wurde vielfach kritisiert, und auch die Gerichte sind zunehmend zurückhaltender geworden. Im vergangenen Jahr gab es eine wichtige Entscheidung des Berufungsgerichts, in der klargestellt wurde, dass Rechteinhaber „etwas mehr“ als nur eine IP-Adresse benötigen, um sich zu rechtfertigen.

Die traditionellen Reklamationen sind jedoch noch lange nicht erledigt. Diese Woche haben wir beschlossen, einen Blick auf die Anzahl der im ersten Halbjahr 2019 eingereichten Filesharing-Klagen zu werfen. Dies zeigt, dass ein Unternehmen besonders aktiv war.

Die Erotikproduktionsfirma Strike 3 Holdings, die ihre Erotikvideos über die Websites Blacked, Tushy und Vixen verbreitet, übernimmt die Krone. In den ersten sechs Monaten dieses Jahres wurden 1.071 Beschwerden eingereicht. Das war das letzte Jahr, als im gleichen Zeitraum 976 neue Fälle eingereicht wurden.

Strike 3 Anmeldungen

Der zweithäufigste Rechtsinhaber ist Malibu Media, ein weiteres Unterhaltungsunternehmen für Erwachsene. Das Unternehmen, das für seine Marke X-Art bekannt ist, ist seit einigen Jahren ein etablierter Akteur vor US-Gerichten. Im ersten Halbjahr 2019 wurden 337 neue Fälle eingereicht, gegenüber 681 im Vorjahr.

Abgesehen von den beiden Erwachsenenfirmen waren auch einige reguläre Filmfirmen aktiv. Hunter Killer Productions zum Beispiel reichte 25 Fälle ein, Bodyguard Productions war gut für 16 und LHF Productions fügte drei neue Beschwerden hinzu.

Alle Filer waren auch in den vergangenen Jahren aktiv, so dass es an dieser Front keine Überraschungen gibt.

Zwar gab es etwas weniger Fälle als im ersten Halbjahr 2018, doch hat dieses Jahr bereits die Gesamtzahl der 2017 eingereichten Piraterieklagen überschritten, die etwas über 1.000 betrugen. Ob das Rekordhoch von mehr als 3.300 Neuerkrankungen im vergangenen Jahr gebrochen werden wird, muss sich noch zeigen.

via Torrentfreak • CC BY-NC 3.0 license

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